Verbrechen gegen die Menschlichkeit an den Rohingya in Myanmar

Flüchtlinge kommen mit dem Boot in Bangladesch an, Sept. 2017 © Andrew Stanbridge /AI

Mit einer systematischen Terrorkampagne haben die myanmarische Armee und Polizeikräfte in wenigen Wochen mehr als eine halbe Million Männer, Frauen und Kinder der Volksgruppe der Rohingya aus dem nördlichen Bundesstaat Rakhine vertrieben. In einem neuen Bericht legt Amnesty International Beweise vor, die auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen. Read More …

Australien: Ein weiterer Toter auf Manus

Proteste in Sydney gegen die Inhaftierung von Asylsuchenden außerhalb der Landesgrenzen
© Richard Ashen/Pacific Press/LightRocket/Getty Images

In einem Krankenhaus in Lorengau auf der Insel Manus ist die Leiche eines sri-lankischen Flüchtlings gefunden worden. Dies zeigt deutlich, welchen Gefahren Flüchtlinge in Papua-Neuguinea durch Gewalt und unangemessene medizinische Versorgung ausgesetzt sind. Die australische Praxis der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden außerhalb der Landesgrenzen auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea kommt der systematischen Misshandlung Hunderter Menschen gleich.

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Urgent Action: US-Botschaft muss Visa ausstellen

Aktion von Amnesty gegen das diskriminierende Einreiseverbot von US-Präsident Trump
© Xavier Gil Dalmau

Menschen aus dem Jemen, die im Rahmen der Green-Card-Lotterie auf dem Weg in die USA waren, sitzen seit Monaten in Malaysia fest. Grund sind die von US-Präsident Trump erlassenen diskriminierenden Einreiseverbote gegen Menschen aus muslimischen Staaten und Flüchtlinge.

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Afghanistan: Zurück in die Gefahr

Die europäischen Regierungen bringen durch ihre Abschiebepraxis Tausende Afghan*innen in Gefahr. Die Geflüchteten werden in ein Land zurückgebracht, in dem ihnen Folter, Entführung oder gar der Tod droht, wie Amnesty International in einem neuen Bericht dokumentiert.

Die Zahl der zivilen Todesopfer hat in Afghanistan einen neuen Höchststand erreicht, gleichzeitig schieben europäische Regierungen immer mehr Schutzsuchende in das kriegsgebeutelte Land ab. Dies widerspricht dem Non-Refoulment-Grundsatz, der es Staaten verbietet, Menschen in ein Land abzuschieben, in dem ihnen Folter oder andere schwere Menschenrechtsverletzungen drohen. Read More …

EU-Staaten lassen Asysuchende in Italien und Griechenland im Stich

Flüchtlinge, die im Jänner 2016 auf Lesbos ankamen © AI

EU-Länder kommen ihrer Verpflichtung nicht nach, Asylwerber*innen aus Griechenland oder Italien im Rahmen des Relocation-Programms aufzunehmen, kritisiert Amnesty International. Am 26. September 2017, endet die zweijährige Phase, in der Asylwerber*innen in das Programm aufgenommen werden können. Österreich zählt zu den Ländern, die der Verpflichtung am wenigsten nachgekommen sind. Durchschnittlich haben die EU-Länder erst 28,7% der Ziele erfüllt. Read More …

Myanmar: Gewalt gegen Rohingya beenden

Aus Myanmar geflohene Rohingya in Bangladesch,September 2017 © Probal Rashid/ Getty Images

Innerhalb von zwei Wochen sind mehr als 370.000 Angehörige der Volksgruppe der Rohingya in Myanmar nach Bangladesh geflohen – die überwiegende Mehrheit sind Frauen und Kinder. Die burmesischen Streitkräfte gehen gewaltsam gegen die Rohingya vor. Ganze Dörfer werden niedergebrannt, Menschen geschlagen underschossen. Die Vergeltungsmaßnahmen für Anschläge aufständischer Rohingya kommen ethnischer Säuberung gleich. Die Regierung muss die Gewalt gegen die muslimische Minderheit endlich beenden. Mehr Information

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EuGH-Urteil: Ungarn und Slowakei müssen Flüchtlinge aufnehmen

Ungarische Sicherheitskräfte auf Patrouille an der ungarisch-serbischen Grenze
© Amnesty International / Amanda Bailly

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Anfang September die Klage von Ungarn und der Slowakei abgewiesen und entschieden, dass beide Länder nach einer europaweiten Quoten-Regelung geflüchtete Menschen aufnehmen müssen. Sie hatten beantragt, von der durch den Europäischen Rat beschlossenen Umverteilung – Relocation – von Flüchtlingen befreit zu werden.

Im Rahmen dieses Ratsbeschlusses werden Asylsuchende aus Italien und Griechenland in andere EU-Mitgliedstaaten umverteilt.

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Filmvorführung am 29.9.: My Escape – Meine Flucht

Das Amnesty International Netzwerk Flucht und Migration lädt anlässlich des Langen Tag der Flucht am 29. September herzlich zu einer Abendfilmvorstellung der Dokumentation „My Escape – Meine Flucht“ ins Wiener Burgkino ein.

Wann: Einlass 18:00 / Beginn 18:30
Wo: Burgkino, Opernring 19, 1010
Eintritt gegen freie Spende

Bei dem Film handelt es sich um eine bewegende Montage aus (Handy-)Videos, gefilmt durch Flüchtende, die ihre lebensgefährliche Flucht selbst dokumentieren und kommentieren. Auf diese Art und Weise lässt Regisseurin Elke Sasse fünfzehn Menschen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea, zu Wort kommen – sie schildern die Etappen der Flucht und berichten von Gefahren, Unsicherheit, Angst, Verzweiflung. Die Originalaufnahmen sind mit deutschen Untertiteln versehen, sowie teils durch deutsche Sprecher synchronisiert. Read More …

Syrien: Zivilist*innen in einem tödlichen Labyrinth gefangen

Tausende Zivilist*innen sitzen in Rakka fest und stehen von allen Seiten unter Beschuss. Seit Beginn der Offensive zur Rückeroberung der „IS-Hauptstadt“ im Juni wurden hunderte Zivilist*innen getötet oder verletzt, dokumentiert ein neuer Bericht von Amnesty International. In der nordsyrischen Stadt findet derzeit die entscheidende Phase der Kämpfe um die Kontrolle der Stadt statt.

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„Während die Kämpfe zur Rückeroberung von Rakka vom Islamischen Staat weiter an Intensität zunehmen, sind tausende Zivilist*innen in einem tödlichen Labyrinth gefangen“, sagt Donatella Rovera, Beraterin für Krisenarbeit bei Amnesty International und Leiterin der Untersuchungen vor Ort. Read More …

Erfolg USA: Flüchtlingskinder freigelassen

Am 17. August hat ein Einwanderungsgericht die Freilassung des vierjährigen Carlos, des 16-jährigen Michael und ihrer Mütter Lorena und Maribel angeordnet. Sie waren fast 700 Tage im US-Bundesstaat Pennsylvania in der Hafteinrichtung Berks County Residential Center festgehalten worden. Am 7. und 14. August waren bereits zwei andere Mütter mit ihren Söhnen, nach mehr als 22 Monaten, aus der Hafteinrichtung entlassen worden. Read More …